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//WM und der letzte Weltcup in USA

Leistungssport ist nicht berechenbar

Nach schnell vergangenen 5 Tagen in den Schweizer Bergen Graubündens, musste Elisabeth Brandau mit der Nationalmannschaft schon nach Kanada anreisen. Einerseits freute sich die Rennfahrerin, eine WM- ist immer etwas besonders, aber sie bemerkte schon, dass das sie nicht vollständig erholt ist und hatte Respekt 3 Wochen von ihrer Familie entfernt zu sein. Doch man versucht das Beste daraus zumachen. Da Kanada in einer anderen Zeitzone befindet, war das erste Gebot sich erstmal an den Jetlag anzupassen und auch an das Klima vor Ort, das die ersten Tage ein wenig schwüler war. Die Unterkunft wurde mit der Gesamten Nationalmannschaft 5km vom Rennort bestens organisiert und wir hatten super Betreuung. Am ersten Strecken Training, 4 Tage nach der Ankunft, passierte Elisabeth ein kleiner Fehler und sie stürzte ungeschickt auf die Po-Backen und hatte ziemlich schmerzen. Als erstes ging man von einer Prellung aus. Da die Schmerzen aber nicht besser wurden und die Staffel immer näher rückte, wurden Röntgen Bilder gemacht und dabei stellte sich ein angebrochenes Steißbein hervor. Somit war die Staffel erstmal hinfällig und Elisabeth versuchte sich zu sammeln und sich auf das Hauptevent, dem Einzelrennen zu konzentrieren. Die Schmerzmittel machten ihrem Magen zuschaffen und die schmerzen waren trotzdem nicht ganz weg. Elisabeth startete aber sie konnte nichts erwarten und dies fand man auch in den Ergebnissen wieder. Das erstmal seit langem, dass eine 80% Regel griff. Dennoch hatte sie tolle Erfahrungen mit der Mannschaft in Kanada gesammelt und in Hinblick auf 2020 auch wichtige Erfahrungen!

Nach den Weltmeisterschaften, war die Überlegung Heim zufliegen oder noch den letzten Weltcup zu probieren. Wir entschlossen uns mit der Hoffnung, dass es Tag zu Tag besser wird, es zu versuchen. So reisten ein kleiner Teil der Nationalmannschaft mit Elisabeth nach Snowshoe (USA/ West Virginia) Die Sportler durften fliegen und die Trainer fuhren das Material. Es war ein ziemlicher Aufwand, der sich dann für die Mannschaft aber sicherlich lohnte. In dem verlassenen Skigebiet, Einkaufsladen über 1h entfernt, konnte man die Rehe vor der Türe füttern und die Natur genießen. Die Strecke ist unter Normalenbedingungen super auf die Schönaicher Fahrerin zugeschnitten. So freute Elisabeth sich und konnte zum Beginn des Wochenendes schon bei einer Vielzahl an Zuschauer, das Short Track Race auf dem 11ten Platz beendenden. Nun kam ja erst ihr Part und Elisabeth startete am Sonntag aus der zweiten Reihe zuversichtlich. Dennoch sollte es nicht sein, sie konnte ihre Leistung nicht abrufen. Natürlich wirkte das Steißbein dort noch merklich auf ihren Körper ein, aber sie hoffte es ausschalten zu können. So musste sie trotz ihrem Kämpfer Willen, ihre Gesamttop 10 Platzierung aufgeben und konnte noch auf dem Gesamtweltcup in 2019 den 11ten Platz halten! Was ja eine tolle Leistung an sich ist.

Auch Julian Knapp aus dem Odenwald tastet sich langsam wieder ins Renngeschehen ein. Er hatte im Frühjahr eine ziemlich starke Knieverletzung und nun konnte er wieder an einem seiner Heimatmarathons in Leutershausen im Odenwald starten. Somit hatte er keine weite Anreise und er mag die Veranstaltung mit den schönen Trails. Direkt die an dir Bergstraße hinunter rollte am frühen morgen zu seinem zweiten Heimrennen der Saison. Bei perfektem Wetter mit 25 Grad fiel um 10.05 Uhr der Startschuss zur 30km langen Runde mit 700hm. Julian versuchte sein eigenes Tempo zu finden und konnte sich den Rang 15 in einer Zeit von 1:29:51,4 sichern. Das Team ist glücklich, dass Julian wieder in den Rennmodus findet. Es war eine tolle Veranstaltung mit cooler Strecke und schönen Trails.