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//Weltcup Hoogerheide (NL)

Weltcup Hoogerheide mal anders

Elisabeth Brandau ist schon öfters auf dem Gelände am Rande von Hoogerheide nördlich von Antwerpen auf dem Cross-Rad gesessen. Einige Weltcups und auch schon eine Weltmeisterschaft bestritt sie dort. Mit jedem Start wurde die Strecke professioneller und auch für die Zuschauer vor Ort optisch perfekt. Dieses Jahr war der Kurs allerdings komplett anders. Nicht nur aufgrund der Streckenführung, sondern auch wetterbedingt.

Es war gegenüber den früheren Rennen sehr trocken. In der Nacht von Samstag auf Sonntag regnete es zwar leicht, allerdings hatten die Veranstalter allerhand Sand verteilt und konnten so die meisten Matschlöcher verhindern. Der Regen war zudem zu wenig, um die geraden Streckenteile im Matsch versinken zu lassen. So kristallisierte sich ein sehr schnelles Rennen mit ein paar rutschigen Matschkurven heraus.

Elisabeth Brandau startete um 13.30 bei den Elite Damen zum zweiten Mal nun schon im Deutschen Meister Outfit und ihrem Tune bestückten Rad mit Vittoria Reifen.

Auf Grund der wenigen Weltcup-Punkte musste sie von ganz hinten starten und somit hieß es wieder, das Feld von hinten aufzufahren. Die bergauf verlaufende Startgerade auf Asphalt lag ihr sehr gut. Allerdings war sie nach dem Start zwischen einigen Fahrerinnen eingeklemmt und stand nach Defekt einer Kollegin im kurzen Anstieg nach der ersten Linkskurve im Fahrerhaufen. Somit war sie gezwungen abzuspringen, das Steilstück zwischen den anderen Fahrerinnen hinaufzulaufen und verlor wieder bereits gut gemachte Plätze.

Dadurch musste sich die EBE-Fahrerin in den ersten beiden Runden wieder sortieren und sprang von Fahrerin zu Fahrerin. Zusätzlich stand noch ein ungeplanter Radwechsel an, da sich die Kurbel gelöst hatte. Erneut setzte sie zur Aufholjagd an. Der schnelle Kurs gab ihr jedoch nicht die Möglichkeit ihr Talent an physischer Leistung an den Tag zu legen. Außer an der Startgeraden gab es wenige Punkte an dem die kraftvolle Fahrerin an ihre konditionellen Grenzen kam. Sie arbeitete sich noch in den letzten beiden Runden von 33 auf Platz 19 vor und es gelang ihr mit knapp 2 Min Rückstand auf die Siegerin, der Weltmeisterin Sanne Cant noch vor der Gewinnerin des letzten Weltcups, Kathy Compten ins Ziel zu sprinten.

Es war eine gute WM-Vorbelastung und Elisabeth hofft nun, eine für sie zugeschnittene Rennstrecke in Valkenburg nächsten Samstag vorzufinden.

 

Bilder Jeff Gloden