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//Spanien als MTB-Auftakt

Mediterranean Epic bei Valencia

Elisabeth Brandau nutzte die Chance mit der Nationalmannschaft zum ersten Trainingslager
nach Spanien anzureisen und auch dort das Etappenrennen als Einstieg mitzufahren. Eigentlich
wäre ihr noch ein wenig Formaufbau lieber gewesen, aber organisatorisch ist es so natürlich einfacher.
Die erste Etappe ging über 60km und Elisabeth wurde mit einem ziemlichen harten Untergrund
als Terrain konfrontiert. Am ersten Anstieg konnte sie den Anschluss an die Spitze noch halten,
doch auf der Abfahrt musste sie ihren eigenen Rhythmus finden. Als Vierte ging es mit Julie
Bresset (Massi) in den zweiten Anstieg. Doch da konnte sie entweichen und fuhr bis 1km vor
dem Ziel auf Platz 3, allerdings bekam sie hier Gesellschaft der Estin Janika Loiv (Hawaii Express).
Sie hatte im Wind eine Männer-Gruppe genutzt und schloss zwei Kilometer vor dem Ziel
auf. „Fair ist das nicht“, konstatierte Brandau, „ich habe lange alleine gekämpft und es lief nicht so
flüssig.“ Im Finish musste sie dann der Estin den dritten Platz auf dem Podest überlassen und
überquerte eine Sekunde dahinter mit 8:54 Minuten Differenz als Vierte die Ziellinie. Die zweite
Etappe war nicht viel gemächlicher, Elisabeth konnte mit der Spitze in die erste Abfahrt gehen,
aber sie kam gar nicht richtig ins Rollen. Erst glaubte sie an einen Luftdruckverlust im Reifen, im
Ziel vermutete sie die Bremse aber am Schluss stellte sich heraus, das die ganz neue Nabe sich
verabschiedet hatte. Leider wurde es für die deutsche Meisterin Elisabeth Brandau (Radon-EBE
Racing) nur der 13. Rang (+13:35).
Was die Watt-Werte angeht, bin ich zum Teil sogar besser gefahren als gestern“, konstatierte
Brandau. Bergab nehme sie kein Risiko, aber insgesamt sei sie mit ihrer Fahrtechnik zufrieden.
„Was fehlt ist der Renn-Modus“, so die 34-Jährige. Nach der Cyclo-Cross-WM pausierte sie nur
kurz und nahm erst mit dem Mediterranean Epic den Faden wieder auf. „Insofern ist das für mich
hier keine Überraschung“.
Auf der dritten Etappe zog Elisabeth nochmals an. Auf der ersten Rennhälfte von 84km konnte
Elisabeth wieder zum Führungstrio aufschließen und das Rad rollte;). Doch sie wusste bis zum
Ziel nicht, dass es um den Tagessieg ging. In der letzten langen Abfahrt konnte Rebecca
McConnell (WM 3.) entweichen. Im Zielsprint konnte Elisabeth gegen die 2 Kanadierinnen nichts
mehr ausrichten und wurde 4te.
Auf der 4. Etappe konnte Elisabeth die verlorene Zeit der ersten Etappen allerdings nicht mehr
kompensieren, aber Elisabeth gab alles um vorne mitzumischen. „Der Start war der beste, den
ich bis jetzt hatte, aber dann hatte ich ein Malheur mit der Schaltung und die Gabel hat auch nicht
so funktioniert“, erklärte die deutsche Meisterin. Sie erkannte aber auch, dass sie „ gegen Ende
des Tages nicht mehr so den Dampf“ gehabt hatte. „Ich bin zufrieden, nur das Ergebnis spiegelt
das nicht ganz so wieder. Bergab bin ich halt noch eine Kröte, aber zum Glück kann man in
Cross-Country-Rennen die Abfahrten öfters trainieren“, meinte sie mit einem Augenzwinkern.