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//Schwarzwald mit Tages-Podestplatz

Come back beim Bike-Giro

4 Tage im Schwarzwald verbrachte das EBE-Racing Team in der letzten Woche. Die ehemalige Trans Schwarzwald fand ein neues Format: Rothaus Bike Giro 2017. Neun Teamfahrer vom EBE Racing Team fanden sich um gemeinsam 210km mit fast 6000hm zu bewältigen, dabei auch Elisabeth Brandau.

Der neue Bike-Giro wurde in nur 4 Tagen ausgetragen und begann am ersten Tag mit einem Zeitfahrprolog. Zum ersten Mal war bei allen Etappen Start und Ziel am selben Ort.
Am Donnerstag Nachmittag starteten die Fahrer auf den 15,5km langen Prolog vor der Rothaus Brauerei bei strömenden Regen. Dadurch wurde aus Sicherheitsgründen der Prolog um 3km gekürzt. Am Vormittag rollten Sebastian und Julian mit Elisabeth Brandau noch die Strecke ab. Dann ab 14:00 starteten die ersten Jedermänner, leider holten einige davon auch gar nicht mehr die Startnummern, auf Grund der weniger attraktiven Bike-Wettervorhersage. Aber unser Michael Nicklas war mit dabei und als erster vorm Team am Start gegen die Uhr, weiter ging es über die Elite Frauen, in der auch Elisabeth startete, bis hin zu den Elite Männern, mit unserem Sebastian. Keiner hat damit gerechnet, dass Elisabeth Brandau sich hier sofort auf dem Podium platzierte. Wichtig war bei allen Fahrern schnell sich wieder aufwärmen und sich ausreichend zu verpflegen.

Am nächsten morgen dem Freitag wurde schon um halb 7 gefrühstückt. Haferflocken, Hirse Müsli, Toast, Obsz und dazu leckeren Kaffee oder Tee. Dabei hofften die EBE-Racing Team Fahrer auf besseres Wetter. Mit dem dritten Platz im Gepäck startete Elisabeth mit ihren Teamkollegen um 10.00 Uhr auf die erste Etappe. Start- und Zielort wiederum an der Rothaus Brauerei. Allerdings lagen 65km und 1450hm dazwischen. Durch den großen Asphaltanteil war die Etappe für manchen Biker mit zu wenig Reifendruck oder auch einer weniger guten Gruppe schwerer als gedacht. Auch Elisabeth verlor einige Plätze in der Gesamtwertung. Ebenfalls kämpfte Sebastian über die langen Flachpassagen um in seiner Gruppe zubleiben. Als es auf den letzten 10km wieder mehr Waldwege gab, kam auch der Fahrspaß wieder. Nun galt es sich so gut wie möglich zu erholen, mit Sponserfood und Brunox wurden Körper und Räder wieder flott gemacht. Eine kleine Portion Nudeln gab es vom Veranstalter als Zielverpflegung und am Abend kochte Elisabeth mit noch Reis und Curry um alle Mägen zu füllen.

Auf der zweiten Etappe, die Königsetappe, erwartete die Fahrer schon etwas ganz anderes. Gestartet wurde wieder um 10.00 Uhr auf dem Feldberg bei 2°C und einige zogen sich dadurch doch zu warm an. Zusätzlich unterschätze manch einer die Steilheit der Anstiege auf den 76km mit 2340hm und haben sich unterwegs kleinere Kettenblätter gewünscht. Unser Sebastian brauchte durch die Kälte anfangs länger um in das Rennengeschehen eingreifen zu können, als es dann aber in die ersten steilen Anstiege ging, freute er sich wie ein König. Der Bergfloh erklam die Anstiege mit seinen Tune Laufrädern richtig schnell und bei den teilweise richtig schweren Abfahrten hatte er mit dem Vittoria Mezcal seinen Spaß. Diese Etappe wurde zu einer richtigen Schwarzwald Königsetappe. Elisabeth fuhr ein gutes Tempo und kämpfte um Platz 4, doch am Schlussanstieg fehlte ihr die nötige Restenergie. Da hieß es “wer sein Rad liebt der schiebt“- so steil wurden die Anstiege. Aber sie blieb nicht alleine. Auch Patrick Wyrwiak kämpfte sich mit Julian Knapp ins Ziel! Denis hatte Pech, er verlor nicht nur mehrmals Reifenluft sondern dadurch auch viel Zeit und Lust. Zwischen durch wurden die Fahrer immer wieder durch blitzende Fotos wieder wachgerüttelt. Manch lachende Gesichter, manch schmerzverzerrte Gesichter wurden dabei abgelichtete. Doch am Ende des Tages konnte jeweils die Tages-Highlights auf Fotos durch Sportograf noch geschaut werden, während dazwischen schon über die nächste Etappe bei Pizza und Rothaus Alkoholfrei philosophiert wurde.

Die dritte Etappe begann zum ersten Mal bei Sonnenschein, vom Feldberg zum Feldberg mit zwei Schleifen über den Feldberg hinweg und auch dessen Skibrücken hoch wie runter. Tolle Trails und fahrbarer Anstiege. Denis Züfle leistete Patrick von Anfang an Gesellschaft und sie beendeten gemeinsam die 54km mit 1660hm. Sebastian zeigte allen wie locker man mehrmals über die Skibrücke am Feldberg pedaliert und sich noch auf den 50zigsten Gesamtplatz vorarbeiten kann. Elisabeth Brandau musste am Schlussanstieg zwar wieder leiden, aber mit ihrem Trainingsrückstand konnte sie zufrieden den 6ten Gesamt Platz und ein Tagespodium des ersten Zeitfahrens mit nach Hause nehmen. Mann darf halt doch nicht Tagesrennen und deren Leistung mit Etappenrennen vergleichen. Dazu Braucht man einfach eine verbesserte Grundlage und Erholung.

Ohne unsere tollen Sponserfood-Verpfleger Claudia und Marco wäre das ganze gar nicht möglich gewesen, da wir alle Sponserfood abhängig waren!

Benjamin Cloudt und Vincent Kriste starteten beim traillastigen Neustadt Marathon. Leider konnte Benjamin durch seinen Sturz auf den letzten 8km nicht seinen Podiumsplatz bis ins Ziel bringen. Aber zum Glück ist auch nichts weiteres passiert als tiefe Schürfwunden. Vincent fuhr gleich mal die Langdistanz mit 90km und brauchte über 4:30h. Er genoss jeden Trail und nannte es einen tollen Sonntagsausflug!

von Thomas Lienig

von Thomas Lienig