Sie sind hier:
//Podium im Weltcup Les Gets

In der Weltspitze angekommen

Die Deutsche Meisterin Elisabeth Brandau hat beim Weltcup in Les Gets, Frankreich, zweimal den den dritten Platz erreicht und damit ihr bestes Karriere-Resultat erzielt. Als erstes konnte Elisabeth am Freitag zum Short Race garicht fassen, dass die Deutsche Meisterin Jolanda Neff (Trek Factory XC) im Sprint schlug. Der Sieg ging an Kate Courtney (Scott-Sram) vor Pauline Ferrand Prevot (Canyon Factory Racing). Dabei ging es wieder gar nicht gut los für die Schönaicherin. Am Start kam vor ihr Yana Belomonia nicht in die Klickpedale und ganz schnell reihte sich Elisabeth erst mal an 25. Position wieder. „Ich musste um sie herumzirkeln“, erzählte Brandau, „das war mir aber auch egal.“ Es war trocken auf den Wiesen an dem Skihang in Les Gets und es staubte mächtig. „Ich glaube deshalb wurde nicht so schnell gefahren und ich habe versucht mich aus dem Staub heraus zu halten“, so Brandau.Sie verbesserte sich bis auf Position 13 und als es zu Beginn der vierten Runde von sieben Runden in den Anstieg hinein ging, da zog Brandau an der ganzen Gruppe vorbei und setzte sich an die Spitze. Sie diktierte das Tempo zwei Runden lang, ehe Kate Courtney die Spitze übernahm und zu Beginn der vorletzten Runde die entscheidende Attacke setzte. Elisabeth Brandau konnte nicht reagieren und es tat sich eine Lücke von drei Sekunden auf, die bis ins Ziel auf sieben Sekunden anwuchs. Dahinter übernimmt zu Beginn der Schlussrunde erst Jolanda Neff, dann Pauline Ferrand die Verfolgungsarbeit, Elisabeth Brandau kassiert zwei, drei Sekunden Lücke und es scheint auf Rang vier hinaus zu laufen. Doch die 33-Jährige zeigt ihr großes Kämpferherz. Sie kommt bis zur letzten Kurve noch mal näher und sprintet mit Ferrand Prevot und Neff um die Plätze. Auf den letzten Metern schiebt sie ihr Rad an Europameisterin Neff vorbei zu ihrem bisher besten Weltcup-Ergebnis.Es war ein hauchdünnes Finale. So eng, dass Elisabeth Brandau im Ziel zwar völlig kaputt zu Boden sank, da aber noch davon ausging, dass sie Vierte geworden war. Ein Strahlen entstand in Brandaus Gesicht, als ihr die Offiziellen klar machten, dass sie mit sieben Sekunden Rückstand auf Siegerin Kate Courtney (19:30) aus den USA und zeitgleich mit Pauline Ferrand Prevot zum ersten Mal in ihrer Karriere auf dem Weltcup-Podest stand.

Doch das Hauptevent sollte nun erst kommen. Am Sonntägingen Cros Country wiederholte Elisabeth das Podium nochmals. „Nach Rang drei beim Short Track am Freitag steht Elisabeth Brandau in der ersten Startreihe. Auch wenn sie für sich selbst einen guten Start hinlegt, verliert sie doch erst mal einige Positionen.Die Strecke bietet ihr aber die Gelegenheit bis zum Ende der ersten von sieben Runden an die Spitze zu fahren und dann erst mal das Tempo zu diktieren. Zum Beginn von Runde zwei übernahm aber Weltmeisterin Kate Courtney die Regie und riss eine Lücke. Zu diesem Zeitpunkt büßt Jolanda Neff für ihren schnellen Start und muss sich davon erst mal erholen. Elisabeth Brandau fährt ihren Rhythmus weiter und lässt sich auch nicht davon beirren, dass Rio-Olympiasiegerin Jenny Rissveds aus Schweden, Ex-Weltmeisterin Pauline Ferrand Prevot (Frankreich) und die Schweizerin Sina Frei an ihr vorbei fahren.„Ich wusste, ich darf nicht überdrehen und bin deshalb auch nicht mit Jenny mitgegangen“, erklärte Brandau. Als dann Jolanda Neff von hinten im D-Zug-Tempo heran rauschte und die ganze Verfolger-Gruppe stehen ließ, war Brandau nur noch Sechste. „Ich habe mich in den Abfahrten immer besser erholt. Am Schluss musste ich mich immer überreden die Bremsen offen zu lassen, aber wenn ich schnell Berg hoch gefahren bin, dann sind die anderen schlechter bergab gefahren“, erklärte Brandau. Am ersten Anstieg der letzten Runde zog Brandau das Tempo hoch und entkam ihren beiden Begleiterinnen. „Ich wusste, meine einzige Chance ist, am Berg ein hohes Tempo zu fahren“, erklärte Brandau. Bis auf 20 Sekunden wuchs ihr Vorsprung, den Frei noch mal verringern konnte, doch die 33-jährige zweifache Mutter brachte den dritten Rang nach Hause. „Mir war letztlich egal, ob Dritte, Vierte oder Fünfte, ich wollte einfach das Rennen konstant vorne zu Ende fahren. Deshalb habe ich auch nicht um Platz eins gekämpft“, erklärte Brandau. Das ist mega.“ Elisabeth Brandau hat gerade das beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere erzielt und sich ein weiteres Mal die A-Norm für die Olympischen Spiele in Tokio gesichert und zeigte sich völlig gelöst.

Auch die Team Fahrer des Radon EBE-Racing Teams waren unterwegs diesmal stand der legendäre Albstadt Marathon vor der Haustüre. Auch Marco Brandau nahm sich mal die 80km um die geniale Zuschauer Kulisse zu verinnerlichen. Es ist einfach ein MUSS-EVENT! So fuhr unter anderem auch noch Jonas Ruf sein Heimrennen auf der schwäbischen Alb mit und verbuchte seine persönliche Bestzeit. m Samstag stand mit dem Bikemarathon in Albstadt mein Heimrennen an!