Sie sind hier:
//Alpen Tour Trophy Sieg

Sieg bei der Alpentour Trophy für Sebastian – Bundesligapodium für Elisabeth

Das Pfingstwochenende nutze das Radon-EBE-Racing Team für verschiedenste Wettkämpe und Trainingseinheiten. Während Elisabeth Brandau sich beim Bundesligarennen in Gedern (Hessen) der internationalen Konkurrenz stellte, reisten Sebastian Geimecke, Chris Hipp, Jörg Öhler und Florian Weßler mit der Betreuung von Claudia Andreas und Papa Weßler nach Schladming zur Alpentour Trophy.  Die Alpen Tour Trophy ging über 4 Etappen von Donnerstag bis Sonntag: die Etappen hatten einige Höhenmeter von den Fahrern abverlangt. Mit dem Wetter hatten die Radon Racers Glück und geniesten die Rundumversorgung am Campingplatz! Die erste Etappe ging über 65 Km mit 2400 Hm, mit einer extremen Hitze in den Bergen. Sebastian musste von relativ weit hinten starten und hat sich am ersten Anstieg bis an die Spitze seiner Kategorie gefahren. Am 2. langen Anstieg (1000Hm) nach Feedzone 2 musste er dafür ein bisschen bezahlen. Dennoch konnte er trotz Schuhproblem, in der finalen Abfahrt, auf Platz 5 in seiner AK und Gesamtplatz 11 aller Sportklassen (aller nicht UCI Punkteteilnehmer) fahren. Florian empfand schon nach dem ersten Tag, die Alpentour Trophy als seine größte Herausforderung. Mit Krämpfen kämpfte er den ersten langen Anstieg hoch und hatte aber sehr viel Spaß auf den Trails bergab und machte auch hier Positionen gut. Somit schaffte er es am ersten Tag in die TOP 100 der Sportklasse zu fahren. Chris Hipp startete die erste Etappe mit Florian und musste sich auch erstmal an die langen Anstiege gewöhnen. Jörg Öhler fuhr in einem 2er Team mit einem Partner vom Witttraining zusammen. Dort ist nicht nur die Einzelleistung dann auschlaggebend, sondern auch die gute Zusammenarbeit. In der ersten Etappe hatten beide ein wenig mit der Harmonie zukämpfen. Erst bekam Jörg sein Partner Magenprobleme und später bekam Jörg Krämpfe. Am letzten Anstieg harmonierte es dann bis ins Ziel immer besser.  Die 2te Etappe der Alpentour Trophy mit 55 Km und 2500 HM startete wieder bei wolkenlosem Himmel. Der Start war wieder sehr chaotisch und verlief über enge Gassen. Der erste kurze Anstieg war ein 3 Meter breiter Feldweg auf den das Ganze Fahrerfeld auffuhr. Stau war somit unumgänglich. Sebastian musste sich erst mal wieder durch das Feld wuseln. Ging es aber diesmal etwas bewusster an und attackierte erst im langen Anstieg in die Spitze rein, eh es am zweiten Anstieg dann galt durchzuhalten und Vorsprung ausbauen. Mit 4 Minuten Vorsprung konnte Sebastian durchs Ziel fahren und sich den Sieg in der AK holen. Gesamt aller Sportklassen belegte er sogar Platz 3. Schieben war aufgrund dem hohen Fahreraufkommen in der ersten kleinen Abfahrt auch für Florian angesagt. Der erste lange Anstieg kam ihm dann sehr entgegen. Dort konnten Florian und Chris einige Fahrer überholen bevor es in die Abfahrt ging. Am zweiten Anstieg war es ähnlich, Florian brauchte etwas um in Tritt zu kommen, aber ab 2/3 vom Anstieg konnte er auch hier weitere Fahrer ein- und überholen. Alles in allem lief es heute für Florian sehr gut und ist mit dem Platz SK 77 und AK 26 sehr zufrieden. Chris fuhr mit einem Sturz in der letzten Kurve fast ein perfektes Rennen. Er hat 31 Plätze in der AK Gesamtwertung gut gemacht und aktuell auf Platz 53, heute auf AK 21 mit einer Zeit von 3:30. Das zweier Team mit Jörg fuhr konstant zusammen eine Geschwindigkeit. Mit optimierter Verpflegung unterwegs lief es auch deutlich runder. Die direkte Konkurrenz hatten sie dauerhaft im Blick. Bis zur letzten Abfahrt. Mit einer Minute Rückstand auf Platz 3 in der AK sieht man das die Formkurve mit jedem Tag steigt.  Bei kalten 18 Grad stand die 3. Etappe mit 55km und 2200 Hm auf dem Plan. Für Sebastian war heute Attacke wieder die Marschroute. Direkt von der ersten Welle an wollte er den 1. seiner AK unter Druck setzen und ihm nur jegliche erdenkliche Sekunde reindrücken. Bis zum höchsten Punkt nach dem Anstieg dem Hauser Kaibling mit 1100 Hm summierten das sich ca. 6min Vorsprung. Oben war es gefühlt wie in der Antarktis wo Claudia mit der Verpflegung und Windweste wartete. Windweste an und ab in die Abfahrt. Fast hätte Sebastian sich verfahren da ein Abzweig erst in aller letzter Sekunde gesehen wurde. Nun ging es in ein gefühlt nicht endenden Wurzelanstieg. Über die Konkurrenz verlor er kein Gedanken, sondern immer nur Watt halten und den Tagessieg einfahren. Die letzte Abfahrt ging über den Bikepark mit seinen langen Anliegern. Er konnte das gelernte vom letzten Jahr aus den Teamtreffen anwenden und fuhr ohne Zeitverlust als 1. AK und SK Gesamt als 2. ins Ziel. Diese beiden Positionen hatte er nun auch in der Gesamtwertung eingenommen. Chris kam ohne Stau durch die ersten Engstellen. Der erste Part war sehr wellige und schnell. Bis zur ersten Verpflegung versuchte er einfach in der Gruppe mitzuhalten. Am langen Anstieg angekommen lief es wieder optimal und er konnte ein Fahrer nach dem anderen einsammeln. Nach einer rasanten Abfahrt ging es auch für Chris in den hässlichen, unrhythmischen Uphill, freute er sich als es endlich den Flow Trail, der Planai-Station hinab ins Ziel ging. Im Ziel verbesserte sich Chris in der AK von 21 auf 13 und gesamt 53 auf 36. Florian kämpfte mit den ersten Kilometern, aber hatte einen sehr guten Rhythmus an dem langen Anstieg. Ihm machte die 3te Etappe, besonders mit der langen letzten Abfahrt super glücklich! Das zweier Team hatten ganz klar das Tagespodium im Blick und so hieß es, am ersten Berg Druck geben um nicht im Stau zu hängen. Das lief erstaunlich gut. Im folgenden Flachstück hielten Sie sich an die Gesamt 2. und konnten lange in Schlagdistanz bleiben. Am langen Anstieg fuhren sie kontrolliert mit ~85% der Wattleistung. Die schnelle Abfahrt lief auch gut, bis zum schlecht einsehbaren Abzweig. So fuhr das Doppelteam ca. 300m falsch. Zum Glück kamen ca. 15 Biker entgegen, die sich auch verfuhren. Leider verloren sie ca. 5 Minuten und somit auch den 3. Platz in der AK. Etwas traurig fuhren die beiden dann ins Ziel. Bei der 4. Etappe stand ein Zeitfahren auf die Planai-Station auf dem Plan. 9,6 Kilometer und 1100 Höhenmeter müssen bewältigt werden. Wo sonst die Skifahrer beim legendären schladminger Nachslalom runterfahren, mussten die Radonracer hoch. Gestartet wurde in umgekehrter Reihenfolge der Gesamtwertung, mit 20sec Abstand. Sebastian startete als Führender seiner AK als letzter und war hochmotiviert. Das Bergzeitfahren kam, dem ‚Storch’ auch sehr entgegen. So konnte er seine Platzierung halten und gewann seine AK auch an diesem Tag! Somit konnte Sebastian die Tour mit 3 Etappensiegen seiner AK noch für sich Entscheiden und fuhr in der Gesamtwertung aller Sportklassen auf Platz 2. Chris musste sich den hinter sich fahrenden Fahrer leider an sich vorbeiziehen lassen. Er fuhr von Anfang an mit voller Power um die 3:20min Rückstand auf den vor ihm platzierten gut zu machen. Das ist ihm leider um 1 Sekunde nicht gelungen. Aber mit der Gesamtleistung der Tour ist er sehr glücklich. Gesamt Platz 56, Altersklasse 18. mit einer Zeit von 12 Stunden und 22 min. Das Bergzeitfahren zum Abschluss war für Florian eine reine Qual. Von Anfang an lief nichts Rund. Ganz schlechte Beine, aber hatte seinen Kampfgeist hatte er immer dabei und den Körper bis zur Erschöpfung geschunden. Er war von der ersten bis zur letzten Sekunde über dem Limit. Völlig fertig und frustriert dann Endlich im Ziel, brauchte er einige Zeit um wieder runter zu kommen. Mit Platz 26 in seiner AK kann er super zufrieden sein.

Das 2er Team mit Jörg hat es bei dem harten Zeitfahren dann auch endlich auf das Podium geschafft und holten sich den 3. Tagesrang.  Ein besonderer Dank an unsere BetreuerInnen Claudia, Svenja, Julian und Burkhard, die die Jungs bei jeder Etappe verpflegt haben.  Das Bundesligarennen von Elisabeth Brandau führte Sie nach Hessen. Dort fand Elisabeth einen sehr verwinkelten Kurs in 2 Wäldchen vor welche mit einem großen Wiesenstück, dem Start-Ziel-Bereich verbunden waren. Die ergab eine sehr schnelle Runde mit vielen Kurzen Anstiegen und Steinpassagen sowie Sprünge. Bei Sonnigen 27 Grad ging es auf 6 Runden + eine Startrunde. Aus der ersten Startreihe sortierte Elisabeth sich unter den ersten 5 Fahrerinnen ein und konnte sich von Runde zu Runde Vorarbeiten. Mit Platz drei hinter der Niederländerin Anne Tepstra und der Siegerin Ronja Eibl, konnte Elisabeth Brandau dies als positiven Test verbuchen und nun in die Erholungsphase für die kommende Deutsche Meisterschaft gehen.  Aber auch in Dänemark, ging’s mit Timo und Jens rund. Als zweier-Team starteten Timo und Jens an einem 8h Rennen. Sie hatten das „Überleben“ im Fokus, da die Strecke einen sehr fahrtechnischen fordernden Charakter hatte. So wurde es eine anstrengende Tortur für beide. Timo hatte die verkürzte fixe Startrunde als erstes vor der Brust und war ermutigt gleichbleibend Druck an den vielen Schlüsselstellen zu halten. Sie waren im Verlauf der ersten 3 std. auf Platz 22 vorgefahren. Jens viel es sichtlich schwerer der Strecke nicht Tribut zu zollen (Eine absenkbare Sattelstütze wäre hilfreich gewesen.) und hat sich mit Mühe bei den A-Linien auf dem Fahrrad gehalten. Bis zum Ende konnten das Radon-EBE-Racing Team sich noch ein paar Plätze vorarbeiten. So blieb es nach viel Schmerz bei Platz 15 in Dänemark. Aber Sie haben auch gelernt was andere Nationen als Fahrtechnikstandart sehen und werden dies im kommenden Jahr weiter verbessern! Siggi Bergemann nutze den Lachensee Marathon um einen Sieg in seiner Altersklasse zu feiern. Dabei konnte er auch neunter der Gesamtwertung werden.

Schönaich 6.0.2019